Thema des Monats Februar 2026: Soziale Dimension im Sport - soziale Dimension im Tischtennis - Sozial-Tischtennis - Sozialtischtennis - "Tischtennis mit sozialen Schwüngen" - Demokratie - gegen Rassismus - Ethik-Code - Religion - Gesundheit - Inklusion - Paralympics-Tischtennis - Integration - Kinder und Jugendliche - Schule - Freizeit -Tischtennis-Rundlauf-Team-Cup - Betriebe - Strafvollzug - stadtteilorientiertes Tischtennis - Öffentlichkeitsarbeit - die Ping-Pong-Pausenliga - Ping-Pong gegen Parkinson -"Ping-Pong-Diplomatie" - Wertschätzung - Ehrenamt - soziales Engagement - "mit Tischtennis helfen"

Der Autor Manfred Wille hat neben Geografie und evangelischer Religion an der Technischen Universität Braunschweig ebenfalls Sportwissenschaft studiert. Ein Schwerpunkt im Sportstudium war die Sportart Tischtennis. Sein Hochschullehrer war Martin Sklorz, damals auch Bundeslehrwart im Deutschen Tischtennis Bund. Im Sozialsport hat sich Manfred Wille stark engagiert - besonders im Strafvollzug, integrativen Sport, inklusiven Sport, Pausensport und Pausenliga, eine neue Kultur des DANKEsagens und einiges mehr und in diesen Bereichen wichtige Impulse gegeben. Er hat mit dem "Arbeitskreis für Aussiedlerfragen" und vielen weiteren Akteuren aus Wolfsburg die Aktion des Projektes "Sport für alle - Sport mit Aussiedlern" ab 1977 und später 1988 / 1989 im organiserten Sport entscheidend mitgestaltet. Er hat zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht und Referate auf Symposien, Tagungen, Seminaren und Fortbidlungsveranstaltungen gehalten. Für dieses segensreiche Engagement ist der christliche Sozialsportler Manfred Wille 2012 durch den damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck im Berliner Schloss Bellevue mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. 

 

Der Autor freut sich über Rückmeldungen und Ergänzungen zum Thema "soziale Dimension im Tischtennissport": Telefon 05361/62813 und Mail [email protected] .

Zuerst: Unser Gemeindepastor Artur Boettcher an der evangelisch-lutherischen St. Marien-Kirche in der Wolfsburger Nordstadt hat damals vor Jahrzehnten gesagt, dass eine Kirchengemeinde wie ein Baum sein sollte - alle Teile des Baumes sind wertvoll. Und so ist es meiner Meinung nach mit Tischtennis auch: Der Leistungssport wird gebraucht. Ich schaue mir gern TT-Spiele live an. Breitensport-Tischtennis wird gebraucht, Gesundheits-Tischtennis, Kinder- und Jugendtischtennis, Punktspiel-Tischtennis, Meisterschafts- und Turnier-Tischtennis und einiges mehr und natürlich auch Sozial-Tischtennis.  

 

Viele gute Gründe für Tischtennis:

 

  • Der Einstieg in Tischtennis ist einfach
  • Tischtennis ist niedrigschwellig
  • Tischtennis hat schnelle Erfolgerlebnisse
  • Tischtennis setzt sportliche Grenzen
  • Tischtennis kann leistungsdifferenziert gespielt werden
  • Tischtennis hilft beim Aktzeptieren von Niederlagen (Frustrationstoleranz)
  • Tischtennis eignet sich für jeden und für jede
  • Tischtennis ist geschlechter-neutral
  • Tischtennis überwindet gesellschaftliche Grenzen
  • Tischtennis kann unkompliziert helfen
  • Tischtennis ist kostengünstig
  • Tischtennis kann fast überall gespielt werden
  • Tischtennis ist gut für die Gesundheit
  • Tischtennis macht viel Spaß
  • Tischtennis ist gesellig
  • Tischtennis ist fair
  • Tischtennis hat ein Netz zwischen den Spielenden
  • Tischtennis ist ein Familiensport
  • Tischtennis ist gut für das Gemüt
  • Tischtennis ist vielseitig
  • Tischtennis ist sozial
  • Tischtenns "holt Menschen von der Straße"
  • Tischtennis ist eine sinnvolle Freizeitgestaltung
  • Tischtennis ist gut für ehrenamtliches Engagement
  • Tischtennis ist gut für die Integration
  • Tischtennis ist inklusiv
  • Tischtennis ist gut für Schulleistungen 
  • Tischtennis ist eine schnelle Sportart 
  • Tischtennis ist Wettbewerb
  • Tischtennis ist Leistung
  • Tischtennis ist spannend
  • Tischtennis ist begeisternd
  • Tischtennis verbindet Generationen
  • Tischtennis kann lebenslang gespielt
  • Tischtennis ist ....

 

Es gibt aber auch Nachteile wie die starke Belastung von Gelenken, mentale Defizite, Zeiteinsatz, Ausschluss bei mangelnder Leistung und einige mehr.

 

Eintrittskarte für Tischtennis bei den Olympischen Spielen in Seoul ("Seoulympics") in Südkorea 1988
Eintrittskarte für Tischtennis bei den Olympischen Spielen in Seoul ("Seoulympics") in Südkorea 1988

"Punkte erzielen und Punkte verhindern", dies ist das Ziel vom Tischtennis-Spiel. Im Einzel, im Doppel, im Mannschaftsvergleich. Aber Tischtennis hat noch mehr zu bieten, wie es auch aus den Gründen für Tischtennis zu ersehen ist: Die gesamtgesellschaftliche Verantwortung. 

 

"Ping-Pong", wie Tischtennis häufig im Volksmund bezeichnet wird, hat auch noch eine soziale Dimension. In vielen Bereichen wird die Volkssportart genutzt, um "gesellschaftliche Grenzen" zu überwinden. Viele Vereine in Wolfsburg, Niedersachsen und Deutschland machen soziale Angebote und erreichen so Menschen, die sonst vom organisierten (Tischtennis)Sport nicht erreicht werden würden. Im Kindesalter, im Jugendalter und im Erwachsenenalter, Frauen und Männer. 

Der Deutsche Tischtennis Bund (DTTB) mit seinem Sitz in Frankfurt /Main geht mit gutem Beispiel voran und hat Grundsätze zu einer guten Verbandsführung mit einem Ethik-Code (hier klicken) und einer Ethikordnung  entwickelt. Eine ganz tolle Sache mit Vorbildfunktion für andere Vereine und Verbände.

 

In vielen gesellschaften Bereichen und in gesellschaftlichen Fragen geht der Tischtennissport voran. Eine kleine Auswahl. Tischtennis und Demokratie: Zum Beispiel das TTVN-Sommercamp 2025 im Zeichen der Demokratieförderung - eine Aktion des Tischtennis-Verbandes Niedersachsen hier klicken, der Demokratietrainer in Bayern hier klicken, Demokratie und Respekt - Sport in Halver hier klicken, Demokratie und Respekt - Westdeutscher Tischtennis- Verband hier klicken. Tischtennis gegen Rassismus: Der Deutsche Tischtennis Bund hat einen Wettbewerb "(M)ein Verein gegen Rassismus" im Sport hier klicken, der TTC Förste hat ein Logo gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit herausgebracht hier klicken.

Tischtennis unter dem Kreuz in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttl
Tischtennis unter dem Kreuz in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttl

Ein weiterer Aspekt sind Religionen im Tischtennissport. Was hat Tischtennis damit zu tun? Der Fastenmonat Ramadan im Islam ist jetzt im Februar und März (zu einem Artikel über den Ramadan hier klicken). Müssen Punktspiele und Meisterschaften in den Fastenmonat gelegt werden? Wie reagieren moslemische Tischtennisspieler darauf? Fasten sie? Sport ist im Islam - wie in anderen Religionen auch - grundsätzlich erlaubt, wenn bestimmte Regeln eingehalten werden. Punktspiele und Sitzungen am Sonntagvormittag? Was sagen die christlichen Kirchen dazu? Häufig wird in Kirchen, Tempeln, Synagogen und Moscheen Tischtennis gespielt. Ebenso werden Räumlichkeiten auch Externen unter bestimmten Bedingungen zur Verfügung gestellt. Die Tischtennis-Besuche in den Justivollzugsanstalten des CVJM Wolfsburg wurden und werden in kirchlichen Räumen durchgeführt - Tischtennis unter dem Kreuz. Mannschaften aus evangelischen /CVJM-Tischtennissport nehmen am Punktspielbetrieb und es gibt sogar eigene Tischtennis-Ligen. Die katholische DJK (Deutsche Jugendkraft) nimmt ebenso am Punktspielbetrieb teil und richtet zum Beispiel ein Bundessportfest aus. In der evangelischen Kirche gibt es den Arbeitskreis "Kirche und Sport" hier klicken:  Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat Sport als eines der wichtigsten Begegnungsfelder von Protestantismus und Kultur benannt: „Der Sport gehört zu denjenigen menschlichen Aktivitäten, die ihrer Natur nach zweckfrei und Teil der menschlichen Muße sein sollten. Er ist eine elementare Form, in der Menschen sich selbst als leibseelische Einheit erfahren und zugleich einander in Kooperation und Konkurrenz begegnen können“.

Der damalige Sportpfarrer der Evangelischen Kirche in Deutschland Klaus Peter Weinhold in Wolfsburg-Westhagen bei der Sportandacht zum Beginn der Deutschen-Eichenkreuz-Tischtennis-Meisterschaften
Der damalige Sportpfarrer der Evangelischen Kirche in Deutschland Klaus Peter Weinhold in Wolfsburg-Westhagen bei der Sportandacht zum Beginn der Deutschen-Eichenkreuz-Tischtennis-Meisterschaften

Die Deutschen Eichenkreuz/CVJM-Tischtennis-Meisterschaften und im Westbund das CVJM-Sportfest sind ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit von christlichen Gruppen und dem organiserten Sport. Es gab sogar europäische CVJM-TT-Meisterschaften. In den letzten Jahren sind die Meisterschaften leider in den Hintergrund geraten. Der CVJM Wolfsburg hat in den siebziger, achtziger und neunziger Jahren häufig an den Norddeutschen und Deutschen Eichenkreuz-Meisterschaften im Einzel, Doppel und bei Mannschafts-Meisterschaften teilgenommen und sie zweimal in Wolfsburg ausgerichtet. Zu einem Artikel hier klicken.

Eichenkreuz-CVJM-Tischenniswart Hermann Ortlieb mit Spieler des CVJM Wolfsburg bei einer Deutschen-CVJM-Tischtennis-Meisterschaft
Eichenkreuz-CVJM-Tischenniswart Hermann Ortlieb mit Spieler des CVJM Wolfsburg bei einer Deutschen-CVJM-Tischtennis-Meisterschaft

Ein Beispiel für engagierte Vereine ist der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) Wolfsburg (hier klicken). Seit Jahrzehnten ist er im "sozialen Tischtennis" aktiv. Es begann in den sechziger Jahren in der Wolfsburger St. Marien-Kirchengemeinde. Richard Nolting startete mit einem TT-Angebot für Konfirmandinnen und Konfirmanden mit Unterstützung das damaligen Gemeindepastors Artur Boettcher. Ferdinand Uecker, Hans-Jürgen und Manfred Wille legten dann mit Tischtennis in der offenen Jugendarbeit los und fuhren zu den Deutschen-Eichenkreuz-Tischtrennis-Meisterschaften mit dem damaligen TT-Fachwart Herrmann Ortlieb. Es ging mit Tischtennis im Strafvollzug in der Jugendanstalt Hameln weiter, später in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel und der Justizvollzugsanstalt Braunschweig. Segensreich war der Einsatz von Tischtennis für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler. Der CVJM Wolfsburg hatte entscheidenden Anteil bei der Einrichtung von "Sport für alle - Sport mit Spätaussiedlern" (jetzt: "Integration durch Sport") und wurde deshalb von der deutschen Bundesregierung mit der Goldplakette für die vorbildliche Integration von Spätausgesiedelten ausgezeichnet. Herausragend war der Einsatz von jugendlichen Tischtennisspielern 1990 bei der Paddeltour zur deutschen Einheit mit Sulinger und Havelberger Schülerinnen und Schülern unter dem Motto "Wir sitzen im selben Boot - in Ost und West". "Mit den Beinen für die Armen": Seit 1995 radeln Tischtennis-Aktive bei der CVJM-Fahrradspenden-Rundfahrt mit und sammeln Geld für Projekte für Kinder und Jugendliche in der weiten Welt. Die "Ping-Pong-Pausenliga" war ein Super-Erfolg. Jetzt setzt der CVJM Wolfsburg Tischtennis in der stadtteilorientierten Arbeit "Sport und mehr" ein. Manfred Wille wurde 2025 vom damaligen IOC-Präsidenten Dr. Thomas Bach zu einem Gedankenaustausch in die Zentrale des Internationalen Olympischen Komitees nach Lausanne in die Schweiz eingeladen und durch die niedersächsische Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann für sein jahrelanges Engagement im Strafvollzug ausgezeichnet. Und der CVJM Wolfsburg hat noch viele Ideen .... 1976 ist der CVJM Wolfsburg Mitglied im Landessportbund Niedersachsen geworden, um seine sozialsportlichen Aktiväten innerhalb und mit dem organisierten Sport durchzuführen. Und der Wolfsburger CVJM hat dem organisierten Sport viele Ideen und Impulse gegeben und ebenso viele Ideen und Impulse erhalten.

Der Tischtennis Club (TTC) Magni Braunschweig um Martin Stützer ist ein "Leuchtturm" im sozialen Tischtennissport in der Region und in Niedersachsen. Neben Training und Punktspiele bietet er Hobbytischtennis an, engagiert sich beim integrativen und inklusiven Sport, im Gesundheitssport und Gefängnissport. Er nimmt seine gesellschaftliche Verantwortung unter dem Motto "in Vielfalt verbunden - Tischtennis mit Respekt" voll wahr und ist mit der Niedersächsische Sportmedaille ausgezeichnet worden. Zur Homepage von TTC Magni hier klicken und zu einem Artikel auf dem Internetauftritt Westhagener Pausenliga hier klicken.

 

Gerhard "Gerd" Otte, ein aktiver Helfer
Gerhard "Gerd" Otte, ein aktiver Helfer

Die Tischtennisabteilung des Turn- und Sportvereins (TSV) Ehmen (hier klicken) hat seit Jahrzehnten eine "soziale Ader". Mitglieder haben den CVJM Wolfsburg aktiv bei der Integration von Spätausgesiedelten geholfen und sind auch mehrfach zu den Deutschen CVJM-TT-Meisterschaften mitgefahren. Ebenso haben sie bei Besuchen in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel mitgespielt und jetzt organisieren sie federführend den regionalen Tischtennis-Rundlauf-Team-Cup des TTVN. Die Tischennis-Spielerinnen und Spieler sind fester Bestandteil  der "Dorfgemeinschaft".

Günther Donath (links) und Udo Sialino
Günther Donath (links) und Udo Sialino

In der Jugendarbeit leistet der organisierte Tischtennissport sehr viel.  Es findet regelmäßiges Training statt, es gibt Punktspiele, Turniere und Meisterschaften. Aber über das Tischtennis-Spielen hinaus werden Zeltlager und Fahrten angeboten, Familienaktionen und vieles mehr. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit Schulen.  Ein gutes Beispiel ist der Tischtennis-Rundlauf-Team-Cup des Tischtennis Verbandes Niedersachsen (hier klicken). In der hiesigen Region organisiert Günter Donath mit seinem Team vom TSV Ehmen seit Jahren diese niedrigschwellige Aktion für Schulen mit Unterstützung von Udo Sialino vom TTVN (siehe Fotogalerie).

Die Idee von Pausensport und Pausenliga wurde durch Manfred Wille vom CVJM Wolfsburg vor gefühlt 30 Jahren entwickelt. Neben Fußball, Volleyball, Handball und Hallenhockey wurde auch im Tischtennis an der Westhagener Regenbogen-Grundschule die von Kindern liebevoll als "Ping-Pong-Pausenliga" bezeichnete durchgeführt. Unterstützt wurden die jungen Sozial-Tischtennis-Spielerinnen und Sozial-Tischtennis-Spieler von der Lehrerschaft der Regenbogen-Grundschule, dem Kinderhaus an der Grundschule  und dem TSV Ehmen. Eine segensreiche Zusammenarbeit zum Wohle von Kindern im multi-kulti Stadtteil Westhagen.

Der Tischtennissport ist eine ganz tolle Möglichkeit, Neubürgerinnen und Neubürger in den organisierten Sport und in unsere Gesellschaft zu integrieren. Zum Bundesprogramm "Integration durch Sport" des Deutschen Olympischen Sportbundes hier klicken. Tischtennis ist aus den Herkunftsgebieten bekannt ebenso die Regeln. Es muss nicht gesprochen werden, es kann aber. Tischtennis ist günstig und kann auf engem Raum gespielt werden. Neben dem Tischtennis spielen gibt es noch andere Möglichkeiten für Newcomer: Schiedsrichter, Übungsleiter, Trainerin, Abteilungsleiter, Vorstand, Vorsitzende. Ohne Probleme können die Deutschkenntnisse verbessert werden, es kann eine Beratung zu Schwierigkeiten im Alltag stattfinden, Schule, Einbürgerung, Arbeit, Sozialhilfe und einiges mehr. Ein Leuchtturm-Projekt ist der Ping Pong Social Club Heidelberg, dessen Vereinszweck die Förderung von Tischtennis, Jugendkultur, Kunst und Begegnung ist. Es ist eine lebendige, bunte Community, die Menschen zusammenbringt (Zur Homepage hier klicken). Neben dem vielfältigen Sporttreiben hat der CVJM Wolfsburg bei der Wohnungsnot von Ausgesiedelten sie einfach nur zum Duschen in die Sporthalle eingalden.

Tischtennis und Sprache: Tischtennis ist überall in der Welt bekannt und wird überall in der Welt gespielt - selbst auf Schiffen gehört dieser Sport zum Programm mit dazu. Dies ist sehr gut für die Kommunikation unter Menschen. Gerade im Bereich der Integration von Neubürgerinnen und Neubürgern ist dies sehr hilfreich. Newcomer können sehr gut ihre erworbenenen Sprachkenntnisse verbessern. Im CVJM Wolfsburg übernehmen sie häufig Schiedsrichterfunktionen und zählen so auf Deutsch und stehen gleich im Zentrum des Spiels, des Geschehens. So verbessern sie ihr Selbstvertrauen in der neune Umgebung, in der neuen Heimat. Es gibt auch den Begriff der "Ping-Pong-Diplomatie" (hier klicken). Damals wurde Tischtennis von den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) benutzt, um mit China ins Gespräch und zu Verhandlungen zu kommen.

Tischtennis ist ein fester Bestandteil im Gefangenensport. Die JVA Wolfenbüttel schreibt: "Der Sport ist eine von vielen sinnvollen Freizeitangeboten innerhalb der Justizvollzugsanstalt. Sport kann einen wichtigen Beitrag zur Wiedereingliederung leisten und den Integrationsprozess fördern. Hierbei ist von großer Bedeutung, dass der Sport Möglichkeiten zu aktiver Freizeitgestaltung eröffnet, dazu beiträgt, die körperliche und seelische Gesundheit zu erhalten. Auch ist Sport ein soziales Übungsfeld. Sport vermittelt Erfolgserlebnisse ebenso das Ertragen von Misserfolgen und die Steuerung von Agressionen." Seit über fünf Jahrzehnten fährt der CVJM Wolfsburg in Strafanstalten und wurde und wird beim Tischtennis vom TSV Ehmen, TTC Magnis Braunschweig, SSV Neuhaus, VfR Eintracht Wolfsburg, TUS Barenburg, Tischtennis Verband Niedersachsen, Chor der Deutschen aus Russland Wolfsburg, CVJM Landesverband Hannover, CJD Wolfsburg, Tischtennis-Stadtverband Wolfsburg, Diakonie Hannover, Diakonie Wolfsburg, Kirchenkreis Wolfsburg, CVJM Bennigsen, CVJM Bissendorf, CVJM Nienburg, CVJM Laatzen, CVJM Stederdorf, Realschule Sulingen, Mennoniten Wolfsburg-Westhagen, Immanuelgemeinde Wolfsburg-Westhagen, Bonhoeffer-Gemeinde Wolfsburg-Westhagen, Kirchengemeinde Wolfsburg-Mörse, Bundesprogramm "Integration durch Sport" im LandesSportbund Niedersachsen, WSV Wendschott, MTV Vorsfelde, TSV Lesse, SV Union Salzgitter, RSV Braunschweig, TSV Schöppenstedt, MTV Salzdahlum, SC Atzum, BSC Acosta Braunschweig, Hans-Christian-Andersen Grundschule Wolfsburg-Westhagen, FC Sportfreunde von 1920 Rautheim, VW-Sportförderung, Mütterzentrum Wolfsburg-Westhagen und viele Einzelpersonen unterstützt. In den achtziger Jahren nahmen auch sogenannte "Freigänger" an Turnieren in Wolfsburg-Westhagen teil. Und in der Justizvollzugsanstalt Braunschweig gab es mit Hilfe des CVJM Wolfsburg ein "JVA-Sportabzeichen" mit einer Tischtennis-Übung - wohl einmalig in Deutschland. Mehr Informationen hier klicken.

 

  • Es gibt eine Dokumentation des CVJM zu Aktionen in Justizvollzugsanstalten "40 Jahre Sport im Strafvollzug - 40 Jahre christlicher Sozialsport" hier klicken

Bewegung und soziales Engagement: "Mit den Beinen für die Armen", titelte ein Wolfsburger Journalist über die CVJM-Fahrrad-Spenden-Rundfahrt. Bei dieser Aktion wird Geld für Projekte für Kinder und Jugendliche gesammelt. Hinzugekommen ist die "symbolische Welle in der Welt für junge Menschen". Informationen über beide Aktionen hier klicken. Andere Vereine engagieren sich auch stark in diesem Bereich. So hat Borussia Düsseldorf die Aktion "Bunt geht's rund" ins Leben gerufen. Das Integrationsprojekt richtet sich an bedürftige Menschen, die durch den Volkssport nachhaltig in den Sport und die Gesellschaft integriert werden sollen (hier klicken). Die Tischtennis Bundesliga (TTBL) organisiert unter dem Motto "Mit Tischtennis helfen" eine niedrigschwellige Aktion (hier klicken). So sammeln Schüler aus Dippoldiswalde Tischtennismaterial für Kinder in Ghana (hier klicken). "Table Tennis for Future" (Tischtennis für die Zukunft) ist eine nachahmenswerte Aktion von Fynn Nierhoff, Stefan Meder und Fritz Butze aus Hamburg und Niedersachsen. Sie helfen dem "Backhanders Table Tennis Club" in Ghana (hier klicken). Und auch der CVJM Wolfsburg hat mit Unterstützung des Tischtennis Verbandes Niedersachsen Tischtennismaterial für den YMCA Chiang Mai in Nordthailand gesammelt (hier klicken). Sicherlich gibt es an vielen anderen Orten ähnliche Aktionen. DANKE!

Tischtennis hat viele gesundheitliche Aspekte - in der Prävention und der Refhabilation. Seit rund 20 Jahren hat der Deutsche Tischtennis Bund sich verstärkt im Gesundheitssport engagiert (hier klicken) und erreicht Tausende und Zehntausende und wahrscheinlich viel mehr Jüngere und Ältere in vielfältigere Weise. 

Para-Tischtennis ist eine der inkusivsten Sportarten der Welt, die seit 1960 zum Programm der Paralympischen Spiele gehört. Es gelten die Internationalen Spielregeln, die aber auf die einzelnen Spieler und Spielerinnen abgestimmt und verändert sind. Es gibt verschiedene Klassen-einteilungen wie Tischennis für Rollstuhlfahrer. Mehr Informationen zum Para-Tischtennis hier klicken.

"Tischtennis ist die beste Sportart gegen das Vergessen", sagt Dr. Eckart von Hirschhausen. Wirklich? Eine sehr bekannte und inklusive Aktion im Tischtennis ist "Ping-Pong gegen Parkinson". Sie ist mittlerweile als "Therapie-Sport" anerkannt und es gibt 260 Stützpunkt-Vereine in Deutschland. Informationen hier klicken, hier klicken und hier klicken. Der Deutsche Tischtennis-Bund fördert das Projekt "Sport bewegt Menschen mit Demenz" hier klicken mit Unterstützung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Zum Projektbericht hier klicken.

Tischtennis eignet sich gut für gehörlose Menschen. Allerdings muss das Gehör als Orientierung (zum Beispiel der Aufprall des Balles auf der Oberfläche) kompensiert werden. Im Tischtennis-Training können Hörhilfen diesen Nachteil ausgleichen, im Leistungssport sind sie nicht erlaubt, um eine Chancengleichheit zu gewährleisten. Mehr Informationen auf der Homepage des Deutschen Gehörlosen Sportverbandes hier klicken.

Es gibt auch Tischtennis für sehbehinderte und blinde Menschen. Im Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (hier klicken) wird "Tischball" oder "Blindentischtennis" angeboten und leistungsmäßig bis hin zu Meisterschaften gespielt. Dabei werden sie von Sehenden unterstützt. 

Tischtennis ist sehr populär in der Schule: Im Sportunterricht natürlich, in der Schul-Pause, als Arbeitsgemeinschaft und im Ganztag. Es gibt vielfältige Formen der Zusammenarbeit hier klicken. Der TTVN hat die Aktion "Spiel mit" gestartet hier klicken. Und natürlich der erfolgreiche Tischtennis Rundlauf Team Cup und die Ping-Pong-Pausenliga.

Tischtennis und stadtteil-orientierte Arbeit: Im Internet finden sich kaum Hinweise über Sport und stadtteilorientierte Arbeit und im Tischtennis gibt es nur den Hinweis zu "Sport und mehr" vom CVJM Wolfsburg im multi-kulti Stadtteil Westhagen. Hervorzuheben sind die WesthagenNacht und die Westhagener SportAbende. Sie finden häufig im Rahmen des Trikottages des Deutschen Sportbundes und der europäischen Woche des Sports des Deutschen Turner Bundes statt. Wichtig ist Netzwerk-Arbeit und die Zusammenarbeit von Akteure im Stadtteil. Zur stadtteilorientierten Arbeit des CVJM Wolfsburg gibt es einen Artikel im Internet hier klicken

Öffentlichkeitsarbeit im Tischtennis: Früher wurde häufig gesagt, "tue Gutes und sprich nicht darüber." Heute wird stärker betont, dass wir "Gutes tun und auch darüber sprechen sollten". Es geht dabei nicht nur um die Selbstdarstellung - darum auch. Wichtig ist die Information für Interessierte und Betroffene. Dies dient zum Austausch über verschiedene Angebote und Projekte. Dazu hilft hoffentlich dieser Artikel auch mit. 

Wertschätzung und Ehrungen von Ehrenamtlichen im Tischtennis: Zum Sport gehören Pokale, Urkunden und Medaillien. Zum Sozialtischtennis gehören natürlich auch Pokale aber ebenso Ehrungen, um Engagierten DANK zu sagen. Je nach Alter der Ehrenamtlichen und Dauer des Engagements, sollte die Ehrung zeitnah in verschiedenen Formen und Veranstaltungen durchgeführt werden. Es gibt einen Artikel auf dem Internetauftritt Westhagener Pausenliga zu "einer neuen Kultur des DANKEsagens" hier klicken.

Tischtennis wird natürlich auch außerhalb des organisierten Sports gespielt. In Haushalten, im Keller, im Garten, bei Geburtstagen und anderen privaten Feiern, in Firmen und Unternehmen, in Altersheimen, als Pausengestaltung, in Fitness-Studios, auf Freizeiten und in Zeltlagern, beim Konfirmanden-Unterricht, bei Messen und Ausstellungen, in Justizvollzugsanstalten, in Kinder-Heimen, in der Fußgängerzone und im Park, an Seen und an Flüssen, im Urlaub und in der Kur und bei vielen anderen Gelegenheiten mehr. Es gibt jetzt verschiedenen Tische für verschiedene Gelegenheiten, kleine und große Tische, für drinnen und draußen ...

Lür Lemmermann mit einem seiner Tischtennis-Schläger
Lür Lemmermann mit einem seiner Tischtennis-Schläger

Es gibt unendliche Möglichkeiten, Tischtennis nicht „normal“ zu spielen. Die Tische können auseinandergezogen werden, hochkant aufgestellt werden, mit mehreren Tischen kombiniert werden. Es gibt sogar ein 4er-Tisch-Regelwerk. Oder die Sportart "Headis", bei der mit einer Art Volleyball ohne Schläger, nur mit dem Kopf „Tischtennis“ gespielt wird. Oder im YouTube-Beitrag „Tischtennis kombiniert mit anderen Sportarten“  zeigen Kinder neue, kreative Ideen mit Schläger, Tisch und Ball. Tischtennis ist nicht nur ein Wettkampfsport, Breitensport, Sozialsport, Gesundheitssport, Schulsport, Tischtennis ist auch ein Spaßsport.

 

Witzige Idee: Lür Lemmermann vom TTC Magni Braunschweig hat eine Sammlung von unterschiedlichen Tischtennisschlägern. Aber nicht Schläger mit und ohne Noppen – vielmehr kleine und große Schläger. Auch dies gehört zum Tischtennis: Der engagierte Berufsschullehrer hat eine große Auswahl von solchen lustigen, kreativen und interessanten Tischtennisschlägern in den Jahren zusammengetragen oder selbst erstellt. Es gibt einen Artikel im Internet über sein Hobby hier klicken

Es gibt natürlich auch Probleme und Stress im Sozialtischtennis, im Tischtennis, im organisierten Tischtennis, im organsierten Sport. Deshalb muss jeder Verein, jede Organisation, jede Gruppe und jede Einzelperson sich überlegen, ob sie und er im sozialen Tischtennis aktiv werden möchte.

Fragen? Anmerkungen? Feststellungen?

Zum Ende etwas Nachdenkliches zum Schmunzeln: Der organisierte Sport, der organisierte Tischtennissport hilft besser gegen die Unbillen des Lebens als Knoblauch.