"Wir bleiben in Bewegung": 14. Weststadtwoche in Braunschweig - Diskussion über integrativen Sport mit Wolfsburger Beteiligung - Manfred Wille stellt Angebote des CVJM vor

Zuhörerinnen und Zuhörer bei der Podiusmdiskussion
Zuhörerinnen und Zuhörer bei der Podiusmdiskussion

(09.11.2011) Lag es am Nebel, lag es an der Kälte, lag es an der Abgeschiedenheit des Veranstaltungsortes - nur rund 20 Zuhörerinnen und Zuhörer fanden sich in den KulturPunkt West ein. Das Thema des Diskussionsabends im Rahmen der 14. Weststadtwoche "Wir bleiben in Bewegung" war aber hoch aktuell und hoch spannend: "Bewegung/Sport und Integration".

 

Auf dem Podium saßen Dr. Uwe Kranz, Kinderarzt aus der Weststadt, Norbert Rüscher, stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportbundes (SSB) Braunschweig, Detlef Behrbohm, Vorsitzender des KS Polonia Braunschweig, Anke Burkhardt und Peter Guzy vom Verein "Friends for Life" (Freunde für das Leben), zwei Extremsportler für soziale Projekte, und Manfred Wile vom Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) Wolfsburg.

 

Sportlich begann es dann auch. Jeder Referent musste vor seinem Statement eine sportliche Bewegung machen, schlug Gesprächsleiter Pastor i.R. Ulrich Römer vor. Manfred Wille vom CVJM entschied sich für die Großbuchstaben des Welthits "YMCA" der Village People - der us-amerikanische CVJM. Ausgehend vom CVJM-Motto "Leib, Geist, Seele" nannte er einige Schwerpunkte der christlich geprägten Sportsozialarbeit: Sport im Strafvollzug, Integration durch Sport, Sport und Kirche, Fahrradsponsorenrundfahrt für Kinder und Jugendliche in sozialsschwachen Gebieten dieser Welt, Lauf für Frieden und Toleranz in Westhagen, Sporttruniere, Fahrten, Feste, Zusammenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit. Für Manfred Wille war es wichtig, dass "Neubürger auch Gebende und nicht nur Nehmende sind." "Wir können viel von ihnen lernen wie Familienzusammenhalt, Gastfreundschaft, Religiosität", so der Wolfsburger Integrationsexperte.

 

Anke Burkhard und Peter Guzy von "Friends for Life" stellten eindrucksvoll ihren Verein vor, und wie sie durch gemeinschaftliche sportliche Aktionen Kindern und Jugendliche "Grenzsituationen" im Sport vermitteln. So sind sie zum Beispiel drei Tage lang mit Rollern nach Berlin "gerollt". Norbert Rüscher nannte die vielfältigen Aktivitäten des organisierten Sport in Brausnchweig den Teilnehmern vor. "Wir bieten Kindern und Jugendlichen und Erwachsenen seit Jahrzehnten sehr gute Möglichkeiten, um andere Menschen kennenzulernen", so der ehemalige Basketballspieler und jetzige Manager der Braunschweig Phantoms, einem Basketballclub der ersten Bundesliga. Detlef Behrbohm vom KS Polonia betonte, dass sein Verein Stützpunktverein im Program "Integration durch Sport" des LandesSportBundes Niedersachsen sei und wies auf das gute Mitenander von Zuwanderern aus Polen und Bundesdeutschen hin. Kinderarzt Dr. Uwe Kranz beklagte die Bewegungsarmut schon bei kleineren Kindern. "Ich versuche diese Kinder immer an Sportvereine zu vermitteln", berichtete er während der Vorstellungsrunde.

 

In der Diskussionsrunde wurde noch einmal deutlich, dass sich Alt- und Neubürger bemühen müssen, aufeinander zu zugehen. Gisela Büttner stellte das herzerfrischende Angebot "Seniorentanz" vor. Joachim Burgdorf vom SC Victoria Braunschweig bemängelte allerdings etwas die Hallenvergabe. Wichtig aber: Einige  gute Angebote in der Weststadt sind kaum bekannt - zum Beispiel die Disc-Golfanlage.

 

Zum Abschluss bedankte sich Pfarrer Michael Ludwig von der Emmaus-Kirche bei den Referenten und den aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die interessanten und informativen Wortbeiträge.

 

Einen Artikel mit Fotos gibt es auch im Internetauftritt www.cvjm-wolfsburg.de unter Berichte über Aktionen 2011.

 

 

von links: Detlef Behrbohm, Dr. Uwe Kranz, Norbert Rüscher, Manfred Wille, Peter Guzy und Anke Burkhardt
von links: Detlef Behrbohm, Dr. Uwe Kranz, Norbert Rüscher, Manfred Wille, Peter Guzy und Anke Burkhardt