Dialogforum des Deutschen Olympischen Sportbundes: Einmal Wolfsburg nach Frankfurt und zurück - Motto: "Wir machen Zukunft für den Sport. Weil ihr es seid - Sport.Verein.Stärken" - Impulse, Informationen und Ideen - Olympia-Bewerbung von Deutschland - Super-Organisation und Super-Gastfreundschaft - DANKE - und immer wieder

Manfred Wille (rechts) mit dem DOSB-Maskottschen
Manfred Wille (rechts) mit dem DOSB-Maskottschen

(18.03.2026) Um Mitternacht ging es zu Fuß rund drei Kilometer zum Wolfsburger Hauptbahnhof. Ich wollte mit dem Zug nach Frankfurt / Main zum Dialogforum "Wir machen die Zukunft des Sports. Weil ihr es seid - Sport.Verein.Stärken" des Deutschen Olympischen Sportbundes gehen. Schon am Dienstag mit dem Zug zu fahren, wäre teurer gewesen: Hotelübernachtung + teurere Fahrkarten. In der Nacht war das Ticket (Sparpreis) günstiger. Außerdem konnte so noch mittags ein Spiel der Volleyball-Pausenliga an der Wohltberg-Grundschule und am Abend im Rahmen von "Sport und mehr" in Westhagen unser stadtteilorientiertes Angebot durchgeführt werden. 

 

Zu Fuß zum Bahnhof also. Mit dem Rucksack. Nach gut einer halben Stunde Fußmarsch ist der Bahnhof in Sicht. Es ist zwar kühl, aber es regnet nicht. Der Zug ist pünktlich und kommt auch in Frankfurt pünktlich an. Ein guter Zug der Bahn. Frühstück in der DB-Lounge. Vielfahrer. Und dann mit der U-Bahn zum Campus Westend der Goethe-Universität. Vorher noch eine freundliche Auskunft am DB-Schalter. An der U-Bahn-Station angekommen. Wie geht es weiter? Fragen. Eine nette Ortskundige weist den Weg. Und dann ist die Strecke auch schon ausgeschildert. 

 

Angekommen. Anmelden. QR-Code. "Wo ist er im Smartphone?", fragt der Digital Naive. Alles kein Problem. Ihm wird geholfen. Und dann erscheint sogar der QR-Code auf seinem Smartphone. Sozialisieren. Wo ist was? Wie geht es weiter? Alles kein Problem. Nette Helferinnen und  nette Helfer geben bereitwillig Auskunft. Foto mit dem DOSB-Maskottchen. Hat es einen Namen?

 

Pünktlich um 10 Uhr geht es im Hörsaal los. Moderatorin Anne Chebu begrüßt die rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland, aus ganz Sportdeutschland. Zum Aufwärmen gibt es einige Fragen und natürlich Antworten. Erfrischend. Und dann begrüßen die Präsidiumsmitgliederinnen Kerstin Holze und Miriam Welte in einer gemeinsamen Rede die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer. Sie erläuterten kurz die DOSB-Ziele bis 2035. Anschließend sprach der ausgewiesene Zukunftsforscher Matthias Horx und beleuchtete einige Aspekte über den (organsierten) Sport in den nächsten Jahren. In einer Diskussionsrunde mit Professorin Dr. Susanne Burger vom Bayrischen Landes-Sportverband (BLSV), David Möller, Staatssekretär für Sport und Ehrenamt in Thüringen, dem DOSB-Vorstandsvorsitzenden Otto Fricke und Matthias Horx wurde das Thema vertieft. Vertieft wurde die Zukunft des Sports auch in verschiedenen Arbeitsgruppen. Das "Ehrenamt" war eine Gruppe und "Sport für alle" eine andere. Schon interessant, wohin der Weg des (organisierten) Sports gehen könnte - besonders unter der Sicht von neueren Untersuchungen des DOSB. Sehr gut war, dass nach den Gruppenarbeiten noch einmal deutlich festgestellt wurde, dass Drogen und Doping im Sport nichts zu suchen haben!!!

 

Nach den Arbeitsgruppen wurde es noch einmal offiziell: DOSB-Präsident Thomas Weikert begrüßte die Sport-Engagierten und Hessens Sportbeauftragte und Olympiasiegerin Ann-Kathrin Linsenhoff sprach Grußworte im Namen der hessischen Landesregierung. In einer Diskussionsrunde mit Michaela Röhrbein vom DOSB, Dr. Erwin Lohner von der bayrischen Landesregierung und Dajana Pefestorff vom Deutschen Kanu-Verband wurden noch einmal verschiedene Aspekte des Sports beleuchtet. Dieser Teil der Veranstaltung wurde von Behzad Borhani souverän moderiert. Ein fettes Danke an die beiden Haupt-Organisatorinnen Gesa Krensing und Miriam Seib mit ihrer Mannschaft für diese tolle Veranstaltung: "Weil ihr es seid."

 

Über der ganzen Veranstaltung "schwebte" die Olympia-Bewerbung von Deutschland / Sportdeutschland. Häufig wurde von Rednerinnen und Rednern Werbung für "Olympia in Deutschland" gemacht. "Olympia und die Paralympische Spiele möchte ich in Deutschland noch einmal erleben", war die Meinung, die auch von mir fett unterstützt wird, habe ich mir doch die Olympischen Spiele in Südkorea ("Seoulympics") 1988 drei Wochen vor Ort angeschaut. Ein unvergessliches Erlebnis!

 

Und dann ging es wieder zurück. Vorher aber noch ein DANKE an der Rezeption. Strahlende Gesichter. Zu Fuß, mit der U-Bahn, der Straßenbahn, dem ICE vom Frankfurter Bahnhof gegen Mitternacht. Überpünktlich, sogar einige Minuten früher, kam der Zug in der Volkswagenstadt an, dann mit dem Linienbus in die Nordstadt und ab ins Bett.

 

Hat es sich gelohnt? Die Fahrt war schon sehr anstrengend. Auf der anderen Seite habe ich viele neue Leute kennengelernt, neue Ideen, die Verstärkung durch viele, viele positive Informationen schon bestehender Aktionen und Aktivitäten von uns, die Gastfreundschaft und die sehr gute Organisation. Und natürlich sind wir stolz, dass unser Engagement für Neubürgerinnen und Neubürger (damals Spätausgesiedelte) und den Sozialsport so eine positive Ausstrahlung gehabt hat. Unter dem Strich: Es hat sich gelohnt.  

 

Manfred Wille

 

P.S. Und natürlich macht der CVJM Wolfsburg und mache ich wieder beim DOSB-Trikottag am Mittwoch, 13. Mai 2026, mit. Versprochen!

 

Wer mehr über das DOSB-Dialogforum erfahren möchte, einfach hier klicken. Und zum Internetauftritt vom Deutschen Olympischen Sportbund hier klicken. Und zur Homepage vom CVJM Wolfsburg hier klicken

Der CVJM Wolfsburg und sozialsportliche Aktionen und Aktivitäten innerhalb des organisierten Sports

Wolfsburg - allen voran der "Arbeitskreis für Aussiedler (Ausgesiedelte) und der CVJM Wolfsburg mit Manfred Wille an der Spitze - hat entscheidende Impulse bei der Entstehung der Aktion "Sport für alle - Sport mit Spätaussiedlern / Spätausgesiedelte" im organisierten Sport - aber auch in der Zivilgesellschaft wie Politik, Verwaltungen und Ämtern, Kirchen, CVJM, DJK, Wohlfahrtsverbänden, Verbänden, Gruppen, Stadtjugendring, Bund der Vertriebenen, Arbeitsämtern, Sprachschulen, Zeitungen und Fachzeitschriften, Arbeitgebern und Gewerkschaften und einiges mehr - gegeben. Der Wolfsburger CVJM startete schon in den 70er Jahren mit sozialsportlichen Aktionen im Strafvollzug und einige Jahre später mit Aktionen mit Spätausgesiedelten aus der damaligen Sowjetunion, aus Polen und aus Rumänien. Ebenso nahmen Vertriebene, Geflüchtete, Ausländerinnen und Ausländer und Asylbewerberinnen und Asylbewerber an vielen Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Sports teil. Der CVJM Wolfsburg wollte aber diese Aktionen im (organisierten) Sport machen und wurde deshalb 1976 Mitglied im Stadtsportbund Wolfsburg / Landessportbund Niedersachsen. Diese sozialsportliche Arbeit war nicht immer einfach - selbst in der Zivilgesellschaft und im organisierten Sport gab es Vorbehalte.

 

Zur Dokumentation mit vielen, vielen Zeitungsartikeln und Berichten in Fachzeitschriften hier klicken

Dr. Horst Waffenschmidt (mit Trikot in der Mitte) empfängt eine Wolfsburger CVJM-Delegation im Bundesinnenministerium in Bonn
Dr. Horst Waffenschmidt (mit Trikot in der Mitte) empfängt eine Wolfsburger CVJM-Delegation im Bundesinnenministerium in Bonn

Es gibt auch ein Thema des Monats Dezember 2024 / Januar 2025 zu den Anfängen dieser segensreichen Arbeit:

 

"Diesmal zur Adventszeit eine etwas andere Weihnachtsgeschichte - als die Aktion "Sport für alle - Sport mit Aussiedlern" vor rund 35 Jahren im bundesdeutschen Sport entstand - Stadtsportbund, LandesSportBund Niedersachsen und CVJM Wolfsburg haben entscheidenden Anteil - wegweisende Impulse - seit Jahrzehnten eine segensreiche Arbeit - jetzt ist es das Bündnis "Integration durch Sport" - Können Sportandachten bei Sport-Turnieren des Wolfsburger CVJM den bundesdeutschen Sport entscheidend im Sozialsport beeinflusst haben???" Zum Artikel mit vielen Fotos hier klicken.

1988 besuchte der damalige Staatssekretär und Beauftragte für Spätaussiedler, das Mitgied des Bundestages (MdB) Dr. Horst Waffenschmidt, Wolfsburg. im Gespräch mit jungen Menschen erkannte er - der auch Mitglied im CVJM Waldbröl war, wie gut Sport beim Einlebungsprozess von Neubürgerinnen und Neubürgern helfen kann. Er setzte sich stark für die Aktion "Sport für alle - Sport mit Aussiedlern" ein. Beim Hearing mit Politik und Sport 1989 nahm Manfred Wille teil und stellte die Arbeit des hiesigen CVJM vor. Diese segensreiche Arbeit war und ist ohne die vielen, vielen Helferinnen und Helfer, Daumendrückerinnen und Daumendrücker, Mutmacherinnen und Mutmacher, Spenderinnen und Spender, Zuschussgebende, Berichterstatterinnen und Berichterstatter, Politikerinnen und Politiker, Verwaltungen, Schulen, Kirchen, Wohlfahrtsverbände und viele mehr nicht möglich. DANKE!

 

Zum Buch "CVJM bewegt - 40 Jahre Aktionen mit und für Neubürgerinnen und Neubürger" hier klicken.